Liebe Leserinnen und Leser,
stellen Sie sich vor, Sie wachen morgens auf und es ist das Jahr 2086! Nicht alles ist perfekt, aber vieles hat sich positiv verändert. Wie sieht es aus auf unserer Erde? Wie gehen wir mit unserer Umwelt um? Wie ernähren wir uns? Welche Ungerechtigkeiten wurden überwunden? Welche Bündnisse und Gemeinschaften sind entstanden?
Angesichts aktueller globaler Krisen und Herausforderungen fällt es vielen Menschen schwer, sich eine positive Zukunft in einer nachhaltigen und gerechten Welt vorzustellen. Umso wichtiger ist es, gemeinsame (Lern)Räume zu schaffen, in denen wir unseren Imaginationsmuskel trainieren und Utopien entwerfen können! Denn Utopien sind nicht bloß Träumereien – sie können uns dabei helfen, Alternativen zu erkennen, den Status quo zu hinterfragen und neue Denkrichtungen einzuschlagen. Sie können uns Orientierung geben und Hoffnung stiften – und so dazu beitragen, dass wir in Zeiten von Klimakrise, globaler Ungleichheit, Kriegen und dem zunehmenden Erstarken antidemokratischer Kräfte handlungsfähig bleiben oder werden.
Utopien sind ein wichtiges Werkzeug für gesellschaftliche Veränderungen! Oft entstehen sie im Widerstand gegen Diskriminierung, Armut oder Ausbeutung. Und vielerorts sind sie bereits gelebte Praxis: Ob Solidarische Landwirtschaft, Fairer Handel, soziale Bewegungen oder neue Lernformen – überall, im Globalen Süden wie im Globalen Norden, gibt es mutmachende Beispiele, wie aus Utopien Wirklichkeit wurde.
In unserer Bildungsarbeit können wir diese Beispiele aufgreifen. Wir können Räume schaffen, motivieren, experimentieren und Menschen darin unterstützen, utopisch zu denken und zu handeln.
Genau das tut der VNB e. V. in seinem aktuellen
Projekt „über:morgen – Utopien für eine gerechte Zukunft“ in Kooperation mit dem Netzwerk Globales Lernen in der BNE Bremen/Niedersachsen. In unserer 2025 veröffentlichten digitalen Methodenbroschüre finden Lehrer*innen und Pädagog*innen Anregungen, wie sie mit Jugendlichen ab Klasse 8 zum Thema „Utopien für eine gerechte Zukunft“ arbeiten können. In insgesamt 7 Schulen in Bremen und Niedersachsen finden zudem Bildungsangebote statt, in denen sich Schüler*innen über ein Halbjahr mit globalen Zusammenhängen, mit Zukunftsängsten und Resilienz sowie mit Utopien und Handlungsmöglichkeiten für eine global gerechte und nachhaltige Welt beschäftigen.
Viele weitere Projekte, Aktivitäten und Materialien rund um das Thema „Utopien für eine gerechte Welt“ finden Sie in diesem Newsletter.
Wiebke Mura
Bildungsreferentin beim
Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V. (VNB) und Koordinatorin des Projekts „über:morgen – Utopien für eine gerechte Zukunft“
EWIK-Kooperationspartner